Wieso so lange nichts mehr von mir kam...


Früher war mein Blog der zweite Ort nach Instagram, wo ich all meine Gedanken ausgeladen habe und einfach geschrieben habe. Aber wie ihr jetzt wahrscheinlich bemerkt habt, kam ewig lange nichts mehr auf diesem Blog. Jedenfalls nichts, mit dem ich zufrieden war. Ich war nicht nur unzufrieden mit diesem Blog, sondern auch unzufrieden mit mir selbst. Bin es immer noch.
Ich hab jetzt diesen Blog einigermaßen aufgeräumt und dabei hab ich auch einige meiner anfänglichen Blogsposts gelesen, in denen ich von meinem Tag erzählt habe oder poetisch sein wollte oder philosophisch sein wollte. Die waren zwar alle ziemlich lustig, aber haben mich irgendwie auch traurig gestimmt.

Damals hab ich hineingepasst in meine Welt. Ich hatte einen festen Platz in der Situation, in der ich lebte. Ich hatte meine Familie, meine Freunde, meine Schule. Nun, ihr wisst, seit letztem Jahr hat sich einiges geändert. Ich bin umgezogen und auch wenn ich vorher schon einige Mal umgezogen bin, hat sich dieses Mal vieles geändert. Ich war dieses Mal um einiges älter und ich war ein einziges Chaos. Wenn man mit 15 Jahren umzieht, ist es ziemlich schwierig, sich alleine neu einzuleben. Möglicherweise ist man selber toal überfordert mit sich selber und dann soll man noch mit allem anderen außenrum fertig werden. Es ist normal, dass man innerhalb der Familie sich in den Haaren kriegt, besonders in den Teenagerjahren, würde ich sagen. Genauso war es auch bei mir. Es ist auch ziemlich schwierig in einer asiatischen Familie aufzuwachsen, wage ich zu behaupten. Nun, am Ende stand ich relativ alleine da.

Natürlich hab ich in der Schule neue Freunde gefunden. Ich würde mich selber auch als einen offenen Menschen bezeichnen, aber es ist anders, wenn du jemanden erst eine Woche kennst und einen anderen viele Jahre lang. Man fühlt sich wie ein Eindringling oder auch Fremdling. Alle anderen kennen sich schon ein Leben lang und haben gemeinsame Erinnerungen, aber du, du bist neu. Du kennst das alles nicht und musst dich neu einleben. Sie sind alle freundlich und nehmen dich bereitwillig auf, aber es ist trotzdem anders. Man fühlt anders.
Selbstverständlich hab ich auch noch "Alte Freunde". Aber es ist schwer, wenn man sie nicht jeden Tag mehr sieht und wenn sie auch ein eigenes Leben haben und dich unabsichtlich ausschließen oder vergessen. Den Kontakt einzuhalten, ist sehr schwierig. Ab und zu schafft man es noch, aber man kriegt nicht mehr alles mit vom anderen und oft erzählt man dann auch nichts mehr, weil man entweder alles von Anfang an neu auffassen muss oder weil es nicht erzählenswert ist.


Man muss weiter gehen. Das hab auch ich versucht. Und ich bin noch dabei. Es gab viele Nächte, wo ich einfach nicht mehr wusste, was ich machen sollte. Das letzte Jahr war ziemlich einprägsam für mich. Vielleicht sogar das einprägsamste bis jetztz in meinem Leben. Vielleicht war es auch Zeit für mich, dass ich mein altes Ich loslasse.
Früher, wenn man mich gefragt hat, ob ich glücklich sei, konnte ich ohne nachzudenken JA sagen. Ich war ziemlich sorglos und glücklich. Jetzt mache ich mir so viele Gedanken und es gibt einige Gedanken, die machen mich alles andere als glücklich, aber sie sind in meinem Kopf und ich kriege sie da nicht raus. Es geht jedoch nicht nur darum.

In den letzten Wochen oder Monaten hatte ich meinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Sozial, emotional und physisch. Mein soziales Leben existierte schlichtweg nicht, emtional war ich total am Boden und mir ging es auch physisch ziemlich schlecht. Nach außen hin wirkte alles normal. Ich aß, trank, schlief, lachte und verhielt mich normal. Doch in mir drin war die reinste Hölle. Wie ich da schlussendlich rauskam, weiß ich selber nicht und kann es nicht beantworten. Vielleicht dank der richtigen Person. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich da einigermaßen rausgekommen bin. Auch wenn sich nicht alles eingependelt hat, ich hab wieder ein soziales Leben bekommen und mir gehts physisch besser. Emotional trau ich mir noch nicht eine Antwort zu geben. Ich denk, da muss man mir noch mindestens 2 Jahre geben. Mindestens.

Was wichtig ist, ist, dass man immer einen Halt braucht und hat, wenn alles irgendwie zusammenbricht. Jemanden, an den man sich wenden kann, wenn man denkt, es geht nicht mehr. Manchmal braucht man nur eine Umarmung. Manchmal braucht man jemanden zum Reden. Manchmal einen guten Freund. Doch manchmal sollte man auch nicht darauf vertrauen, denn, wenn du denkst, dass sich wieder alles eingependelt hat, verlässt dich dieser Mensch, der dir dabei geholfen hat, alles zu überstehen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Man sagt immer, dass gute Sachen Zeit brauchen und langsam glaube ich daran. Es braucht Zeit, bis man die Auswirkungen sieht, die Anstrengungen sieht, doch im Endeffekt lohnt es sich. I promise!


Xoxo, Fairy <3

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